Flitterwochen in Kenia

Teil 2: Auf Safari durch Kenias Nationalparks

 

Es war soweit! Früh am Morgen verließen wir unser Hotel an der Küste Kenias in Richtung der Nationalparks. Der Pick-Up kam pünktlich und weckte schon beim Anblick des 4×4 Geländewagens Vorfreude auf die anstehende Safari. Unser Jeep war für 4-5 Personen ausgelegt und bot durch das Dach, welches sich öffnen ließ, eine erhöhte Aussichtsplattform. Von dort aus hatte man einen sicheren und erhöhten Ausblick für die anstehenden Tierbeobachtungen.

Das erste Ziel auf unserer mehrtägigen Safari war der Tsavo West Nationalpark. Nach mehreren Stunden Fahrt erreichten wir schließlich das Eingangstor, das Chyulu Gate. Unser Fahrer legitimierte sich und zeigte ordnungsgemäß alle wichtigen Unterlagen vor. Nach einem kurzen Stopp konnten wir endlich die ersehnte Entdeckungstour beginnen.

 

Schon nach wenigen hundert Metern Fahrt im Nationalpark entdeckten wir eine kleine Elefantenfamilie. Sie stand verteilt in kleineren Abständen in den Büschen zueinander. Der Jeep hielt in naher Entfernung zu einem Muttertier mit seinem Jungen. Die Elefantenkuh stieß zugleich ein lautes Trompeten als Warnung aus. Spätestens ab dieser freundlichen, aber deutlichen Begrüßung, waren die Sinne aller Teilnehmer unserer kleinen Gruppe wach und geschärft.

 

Die Savannenlandschaft des Tsavo West Nationalparks gestaltete sich sehr vielfältig mit dichter Vegetation und war hügelig und feucht. Wir fuhren über Felshügel von bis zu 1800 Metern Höhe, die im Geländewagen richtig Spaß machten und ein Gefühl von Abenteuer vermittelten. Von dort aus konnten wir zum ersten Mal die enorme Fläche des Nationalparks sehen, die weit bis zum Horizont reichte.

Zwischen der dichten Vegetation des Tsavo-West-Nationalparks war es nicht immer einfach, die Tiere zu entdecken. Dennoch war die Vielfalt enorm und man hat die besten Chancen, die „Big Five“, bestehend aus Nashorn, Elefant, Büffel, Löwe und Leopard, mit eigenen Augen zu sehen. Neben der Big Five gab es viele Zebras, Gnus, Giraffen, Hyänen, Affen, zahlreiche Antilopen- und Gazellenarten sowie Warzenschweine und andere verschiedene Tiere. Wir fuhren an Wasserlöchern vorbei, an denen wir hielten um die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung ungestört zu beobachten. So boten sich zahlreiche tolle Gelegenheiten für herrliche Foto- und Videoaufnahmen.

Auf dem Weg durch den Nationalpark, der uns unvergessliche Eindrücke bescherte, steuerten wir auf unsere erste Unterkunft zu. Ein luxuriöses Camp mitten in der grandiosen, wilden Natur Kenias, welches seine Gäste in einem offenen Restaurant empfing. Von hier aus hatte man freien Blick auf ein Wasserloch, an dem die Tiere ihren Durst stillten. Dies war das erste von mehreren Highlights, die das Camp für uns bereit hielt.

Das Camp bot seinen Gäste luxuriöse, befestigte Zelte, die sich in Junior Suiten und Suiten unterteilten. Sie waren im Naturdesign gestaltet und mit allen Annehmlichkeiten wie Holzmöbeln im traditionellen, afrikanischen Stil ausgestattet. Von den Zelten aus konnte man, teilweise von eigenen Aussichtsdecks aus, einen wunderschönen Blick auf die Buschlandschaft mit seinen Wasserlöchern genießen. Nach einem erlebnisreichen Tag konnte man am Pool unter freiem Himmel vor einmaliger Kulisse mit Blick in die afrikanische Wildnis entspannen. Am Abend lud eine Lagerfeuerstelle mit Stühlen dazu ein, den Abend gemeinsam und gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Fasziniert von dieser eigenen Welt ließen wir uns vom Empfang begrüßen und einweisen. Hier nahmen wir unser Mittagessen ein, bevor es später nochmal mit dem Geländewagen in den Busch gehen sollte. Anschließend wurden wir von einem Massai, der auch für die Sicherheit der Gäste zuständig war, zu unserem Zelt begleitet. Dort nutzen wir die Zeit bis zu unserer nächsten Pirschfahrt, um uns diesen wunderschönen Ort mitten in der Natur von der Aussichtsterrasse unseres Zeltes aus anzuschauen. Das gesamte Camp stand offen in der freien Natur des Nationalparks, ohne von einem Zaun umschlossen zu sein. Dies machte den Massai als Begleiter auf den Wegen durch das Camp erforderlich, was diesem Ort seine zusätzliche Besonderheit verlieh. So verbrachte man auch die Nächte zusammen mit den Tieren in der freien Wildnis und lauschte den Klängen und Geräuschen der Natur.

Die zweite Pirschfahrt führte uns über eine scheinbar surreale Landschaft mit vereinzelten Vulkanhügeln, schwarzem Boden und grün-gelber Vegetation durch ein Lavafeld nach Mzima Springs. Dies waren natürliche Quellen, die vom Schmelzwasser des Kilimandscharo gespeist wurden. Das Schmelzwasser versickerte zunächst in dem Lavagestein und wurde so natürlich gefiltert, bis es an anderer Stelle wieder dem Boden entsprang. Die Mzima Springs bildeten die Quelle der Trinkwasserversorgung für Mombasa und waren zugleich eine der beliebtesten Wildtierattraktionen des Parks. Hier lebten unter anderem Flusspferde und Nilkrokodile. Ein Ranger führte uns auf dem Weg zum Wasser durch den Dschungel und erklärte uns die Verhaltensregeln sowie die Tier- und Pflanzenwelt. Aus einem Unterstand heraus, der mit Glasfenstern ausgestattet war und in den See hinein gebaut wurde, ließ sich die Unterwasserwelt beobachten. Zurück im Camp freuten wir uns auf unser Zelt, den Abend am Lagerfeuer sowie die Nacht mitten in der Wildnis.

Unser Weg durch Kenias Nationalparks führte uns als nächstes zum Amboseli Nationalpark, der im Süden von Kenia, an der Grenze zu Tansania und am Fuße des Kilimandscharo lag. Die Landschaft war geprägt von Akazienwäldern, Sümpfen und einer offenen, weiten Savanne, die riesigen Tierherden eine Heimat bot.

Der Park beheimatete allerdings nicht nur riesige Tierherden. Auch Kenias bekanntester Volksgruppe, den Massai, konnte man hier begegnen. Die Massai besaßen das umliegende Land und waren im Süden Kenias sowie Norden Tansanias beheimatet. Sie lebten als Hirten von Rinderherden zusammen in Dörfern und bauten ihre Hütten aus Kuhdung.

Die Dörfer der Massai sahen wir immer wieder auf unseren Fahrten. So trafen wir einige Massai auch in einem Souvenirshop an der Straße, wo sie mit Holzschnitzereien und traditionellen Gewändern handelten. Es war ein eindrucksvoller Moment, als wir den ersten Massai-Hirten sahen, der seine Rinder durch die Steppe führte. Mit seinem roten Gewandt und den langen, geflochtenen, schwarzen Haaren konnte man ihn deutlich in der Landschaft erkennen. Der Weg führte ihn und seine Tiere in Richtung der offenen Savanne, die sich weit bis zum Fuße des Kilimandscharo hin erstreckte.

Auch unser Weg führte in diese Richtung und bot einen atemberaubenden Anblick, als sich uns diese prächtige Panoramalandschaft öffnete. Tausende von Tieren in freier Wildbahn standen in riesigen Herden zusammen. In der schier endlosen Savanne lagen Sümpfe und Wasserlöcher zwischen ihnen. In der weiten Baum- und Buschsavanne erkannte man die typischen Schirmakazien. Im Hintergrund lag der riesige Kilimandscharo und verlieh dem Panorama mit seiner unverwechselbaren Form eine einzigartige Atmosphäre. Diese Impressionen vermittelten den Eindruck von Freiheit in der endlosen Weite.

Aber wir durften auch vielen wilden Tieren sehr nahe kommen. So begegnete uns eine größere Elefantenfamilie mitten zwischen den Büschen und Palmen mit vielen kleineren und sehr jungen Elefanten. Sie verweilten am Rande des Busches und blieben dort eine ganze Weile. In sicherer Entfernung beobachteten wir diese und konnten dabei herrliche Aufnahmen machen.

Nach vielen lange Fahrten durch den Busch waren wir neugierig auf unsere Unterkunft im Amboseli. Uns erwartete eine luxuriöse, weitläufige Lodge in einmaliger Lage mitten im Nationalpark. Die Lodge und ihre Umgebung boten einen der besten Plätze der Welt, um Elefanten vor der Kulisse des höchsten Berges Afrikas, dem 5895 Meter hohem Kilimandscharo, zu beobachten. Unsere Unterkunft beinhaltete eine sehr gepflegte und weitläufige Gartenanlage und eine große, gastfreundliche Lobby mit Rezeption. Das Mittagessen nahmen wir auf einer großen Veranda ein, von der aus man Elefanten, Zebras und Büffel nur wenige Meter vom Zaun entfernt beobachten konnte. Das Essen war sehr gut und abwechslungsreich. Die Menüs wurden al-a-carte und in Buffetform angeboten. Zur Auswahl stand indische, afrikanische und internationale Küche. Zusätzlich hielt die Lodge eine spektakuläre Bar für seine Gäste bereit, die keine Wünsche offen ließ. Es gab eine große Auswahl an Bieren, Cocktails, Likören und frischen Säften. Diese konnten in der offenen Bar oder auf der darüberliegenden Dachterrasse mit einer herrlichen Aussicht eingenommen werden. Das Pooldeck der Lodge verfügte über Sonnenliegen und lud zum Entspannen unter der afrikanischen Sonne ein.

Die Gäste durften sich auf Zimmer im Chaletstil mit eigenen, kleinen Terrassen freuen, von denen aus man einen tollen Ausblick in die Savanne oder auf den Kilimandscharo hatte. Das eingezäunte Gelände ermöglichte uns Spaziergänge vor den Mahlzeiten um uns diese wundervolle Umgebung anzusehen. So nutzen wir die Morgendämmerung vor der ersten Fahrt, um Fotos von uns mit dem Kilimandscharo im Hintergrund aufzunehmen.

Nach einem weiteren Tag in der schier endlosen Savanne mit riesigen Tierherden verweilten wir abends auf einem leicht erhöhtem Hügel. Von dort aus hatten wir einen wundervollen Ausblick über die Landschaft. Die Sonne stand tief über den Hügeln. Unser Fahrer reichte Gläser und öffnete eine Flasche Champagner für uns. Aus dem offenen Dach heraus beobachteten wir den Sonnenuntergang über der Savanne, der sich langsam und in vielen verschiedenen Farben vollzog.

Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns von dem atemberaubenden Amboseli Nationalpark. Unsere Safari hielt einen weiteren Höhepunkt für uns bereit, den Tsavo Ost Nationalpark. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Buchama Gate. Die landschaftliche Vielfalt bot auch in diesem Park ein neues Bild, welches sich von den anderen unterschied. Der Tsavo Ost Nationalpark war durch halbwüstenartige Steppen und Gras- und Buschsavannen geprägt. Diese wechselten sich mit Akazienwäldern, Felsschluchten, einzelnen Felsgruppen und vereinzelten Bergen ab. Das besondere am Tsavo Ost Nationalpark war allerdings die rote Erde. Durch diese wurden auch die hier lebenden Elefanten als Rote Elefanten bekannt. Zum Kühlen und zum Schutz vor der Sonne und Insekten wälzten sich die Elefanten in der roten Erde. Dadurch bekam ihre graue Haut einen roten Ton.

Viele abwechslungsreiche Strecken führten uns durch den Nationalpark und ließen uns Giraffen, Zebras, verschiedene Antilopen- und Gazellenarten sowie Warzenschweine und zahlreiche Elefanten sehen. Die Tiere konnten wir in verschiedenen Entfernungen und in unterschiedlichen Vegetationen beobachten. Faszinierend fanden wir, dass viele pflanzenfressende Arten in vollkommenden Frieden direkt nebeneinander grasen, fressen und ruhen konnten. Natürlich diente dies auch dem Selbstschutz vor Raubkatzen. Löwen, Leoparden und Geparden machten vor allem im Morgengrauen jagt und konnten gut getarnt hinter jedem Busch lauern.

Mit vielen Fotos und Videos begaben wir uns zu unserer dritten Unterkunft, wo wir unser Mittagsessen einnahmen und am Abend zum Übernachten wiederkehrten. Die Lodge lag direkt im Herzen des Tsavo Ost Nationalparks in der Nähe mehrerer Wasserlöcher, die Wildtiere anzogen und das Beobachten dieser leicht machten. Die Lodge bot seinen Gästen Bungalows und befestigte Zelte an. Von dessen Terrassen aus hatte man eine direkte Aussicht auf die Savanne. Das offene Restaurant im Hauptgebäude ermöglichte einen Überblick zu allen Seiten. Ein Holzdeck mit segeltuchbespannten Sonnenschirmen konnten als zusätzliche Sitzgelegenheit während der Mahlzeiten genutzt werden. Die Lodge verfügte zudem über eine Bar, die ebenfalls mit afrikanischen Dekor gestaltet war und eine Vielfalt an Drinks, Cocktails und Erfrischungsgetränken servierte. Nach einer Pirschfahrt konnte man zudem die Gelegenheit nutzen und sich einfach am Pool entspannen, von dem aus man den gesamten Wildpark überblicken konnte.

So war die Safari nicht nur auf den Pirschfahrten zu einem besonderen Erlebnis geworden. Auch die luxuriös ausgestatteten Camps und Lodges in den Herzen der Nationalparks boten seinen Gästen unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse. Hin und wieder viel die Entscheidung deshalb nicht leicht, an der nächsten Pirschfahrt teilzunehmen oder doch lieber den Pool inklusive der wahnsinnig tollen Aussichten zu genießen. Auch die befestigten Zelte mit ihren Aussichtsdecks machten einem die Entscheidung nicht einfacher.

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